urban gardening

Urban gardening oder urban farming sind Schlagworte unserer Zeit. In Großstädten wie Detroit, New York und London oft schon wieder in den Alltag integriert, kehrt das Gärtnern nun auch in unsere Städte und Haushalte zurück. Ein Trend der Freude macht.

Die Arbeit mit den Pflanzen und der Genuss von Selbstgezüchteter Nahrung nimmt Stress aus dem Alltag und erhöht das Bewusstsein für die Natur und die Jahreszeiten. Das eigenhändige Züchten von Kräutern und Gemüse verändert das Konsumbewusstsein und lässt die urbanen Gärtner mehr von Nahrungsmitteln und deren Herkunft erwarten. Und City farming schont nicht nur das Geldbörsel. Es trägt auch zum Klimaschutz bei.

Urban gardening funktioniert überall in der Stadt: ob Dachgarten, Balkon, Hof, Grünstreifen, Blumenkisten und sogar die Wände können zum Begrünen genutzt werden. An Wänden sind es an der Wand montierte oder hängende Töpfe, am Balkon werden auch oftmals Reissäcke für die Anzucht von Gemüse – ja sogar Erdäpfeln – genutzt. Und es funktioniert. Vielen Menschen berichten von den positiven Auswirkungen des Pflanzens für Körper und Seele.

In Höfen oder Grünbereichen schließen sich die Menschen zu sogenannten Gemeinschafts- oder Nachbarschaftsgärten zusammen. Auch die Kleingärten sind Ausdruck von urban gardening und erfreuen sich neuer Beliebtheit.

Es gibt aber auch noch eine freie und wilde Form von urban gardening: guerilla gardening. Hier wird gepflanzt und gesäht, wo auch immer sich ein Fleckchen Erde befindet. Saatbomben, die zum Beispiel mit Blumensaatgut gestückt sind, werden überall da fallen gelassen, wo man die Stadt verschönern kann. So entstehen Gärten, wo man sie niemals vermuten würde, zum Beispiel Nahe der Wienzeile im sogenannten Längenfeld in Wien.