anzüchten

Viele Pflänzchen solltest Du nicht direkt in den Topf oder ins Freie säen, sondern in kleinen Anzuchttöpfchen vorziehen, dann umtopfen (pikieren) und erst später in die Welt entlassen. Zu den Sorten die Du vorziehen solltest zählen Andenbeere, Chili, Erdmandel, Paprika, Paradeiser, Liebstöckl, Majoran und Thymian.

Vorgezogene Pflanzen haben den Vorteil, dass man wetter- und temperaturunabhängig zu Hause die Samen ziehen kann, in die „Freiheit“ entlassen wird die Vorzucht dann nach den letzten Frösten (Eisheiligen) etwa Mitte Mai.

Bei der Anzucht ist Geduld gefragt. Das Substrat (Anzuchterde oder Kokosquellerde) sollte immer feucht (nicht nass) gehalten werden, das Saatgut sollte niemals austrocknen. Je nach Sorte keimt der Samen nach etwa 7 bis 21 Tagen. Du kannst die Töpfchen z.B. mit einer abgeschnittenen PET-Flasche (Verschluss abschrauben!) oder in einer Kiste mit Klarsichtfolie (Löcher reinstechen!) abdecken, um einen Glashauseffekt zu erreichen. Du wirst sehen, wie spannend es ist, jeden Tag Deine Anzucht zu beobachten, bis der erste Samen keimt und der erste grüne Stengel zu sehen ist. Am besten bestäubst Du die Anzucht täglich mit Wasser aus einer Sprühflasche. So hältst Du das Substrat feucht, kommst aber nicht in Versuchung die Anzucht zu „ertränken“. Nachdem der Samen gekeimt hat, etwaige Abdeckungen entfernen und weiterhin auf sonnigem Plätzchen pflegen.

Nachdem das zweite Blattpaar nach den Keimblättern ausgebildet ist, solltest Du das Pflänzchen in einen größeren Topf (8 bis 10 cm) pikieren (vereinzelt umtopfen). Das heißt das Pflänzchen wird vorsichtig aus dem Substrat gehoben und etwas tiefer (damit die Keimblätter gerade noch zu sehen sind) in Töpfe gepflanzt. Verwendet man Kokosquellerde oder Anzuchterde in einem Anzuchttöpfchen aus Papier oder Toilettpapierrollen kann man das ganze Töpfchen in die Erde setzen. Das Papier verrottet mit der Zeit, die Pflanze erleidet damit auch keinen „Umpflanzschock“. Diese Variante ist also zu empfehlen.

Du kannst nun untertags die Töpfe ins Freie stellen, um die Pflanzen abzuhärten, solltest aber die Töpfe in der Nacht wieder in Dein Zuhause holen, da die Nachtfröste der jungen Pflanze schaden. Ab Mitte Mai kann dann die Pflanze in den endgültigen Topf (Mindesttopfdurchmesser siehe Anleitung auf dem Saatgut oder Pflanzkalender) oder in den Garten gepflanzt werden. Als „Topf“ eignet sich auch ein Reissack – die optimale Variante für die Balkonzucht. Die Andenbeere, Paradeiser oder Paprika sollten ab einer Größe von etwa 10 cm mit dem Spagat an einen Stab oder ans Balkongeländer angebunden werden, damit die jungen Pflanzen vom Wind nicht umknicken.

Und so funktionierts:

  • Anzuchttöpfe vorbereiten
  • Substrat einfüllen
  • Anzuchterde oder Kokosquellerde befeuchten
  • wird Anzuchterde in einem größeren Topf verwendet, kann man das Saatgut breitwürfig säen (Saatgut langsam aus den Fingerspitzen rieseln lassen und dabei flächig verteilen), wird Kokosquellerde verwendet, einen Samen pro Töpfchen in das vorhandene Loch für den Samen geben
  • mit der Sprühflasche gut befeuchten

  • ein sonniges, warmes Plätzchen für die Anzucht suchen (z.B. über einem Heizkörper am Fenster – Keimtemperatur liegt bei etwa 20°C)
  • optimalerweise mit z.B. PET-Flasche oder gelochter Folie abdecken (man kann auch andere durchsichtige Gefäße verwenden, wichtig ist darauf zu achten, dass die Abdeckung Löcher hat, damit die Anzucht nicht erstickt)
  • warten, beobachten und regelmäßig befeuchten :)

Infos zu den einzelnen Sorten findest Du hier

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